Hochzeitsbräuche

Hochzeitsbräuche & Traditionen (Teil 1)


                     Hochzeitsbrauch Herz
      Hochzeitsbräuche & Hochzeitstradionen:




Hochzeitsbräuche & Hochzeitstraditionen 
Z U M   H O C H Z E I T S T E R M I N
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Mond und Sonne bestimmen den Hochzeitstag

Um Glück und Segen herbei zurufen, achtet das Brautpaar darauf nicht bei abnehmendem Mond zu heiraten, damit das Glück nicht auch abnimmt. Und auch die Sonne sollte noch steigen, damit das Glück und der Segen der Ehe steigen, deshalb gibt man sich am Vormittag das „Ja!“-Wort.   



Hochzeitsbräuche & Hochzeitstraditionen
S P E Z I E L L   F Ü R   D I E   B R A U T
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Etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes, etwas Blaues
 
Die Braut sollte an ihrer Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues tragen. Das Alte steht für den vergangenen Lebensabschnitt, hierfür eignet sich ein Familienschmuckstück besonderst gut. Das Neue steht für das zukünftige Leben, hierfür wird meist das Brautkleid gewählt. Etwas Geliehenes als Zeichen der Freundschaft, hierfür kann die Freundin z. B. ein Stofftaschentuch oder ein Schmuckstück oder Schuhe ausleihen. Etwas Blaues als Symbol der Treue, hierfür nimmt man meist ein Strumpfband mit einem kleinen blauen Band oder Schleife, man kann aber auch ein kleines Stück blauen Stoff in das Kleid nähen oder einen kleinen blauen Knopf.   

Geheimes Brautkleid

Ein alter Aberglaube besagt, dass es Unglück bringen soll, wenn der Bräutigam das Brautkleid vor der Hochzeit sieht. Also, gut versteckt halten!   

Untreue in der Ehe

Möchte die Braut einen treuen Ehemann, sollte sie unbedingt folgende Regeln beachten: Die Braut darf keinesfalls eine andere Frau oder z. B. die Freundin das Hochzeitskleid anprobieren lassen, dies soll Unglück bringen. Es heißt, dass somit die Untreue des Mannes hervorgerufen wird.   

Verführung des Ehemanns
 
Das Gleiche wie für das Kleid, gilt auch für den Schleier. Ein Aberglaube besagt, sollte die Freundin den Schleier anprobieren, wird sie den Ehemann verführen. Also, niemand außer der Braut, darf Ehering, Brautkleid oder Schleier tragen!   

Keine Geldsorgen
 
Um keine Geldsorgen in der Ehe zu haben, legt die Braut ein Cent in ihren Schuh. Da dies aber schnell zu Blasen führen kann, raten wir eher zu dem Brauch ein Cent in den Saum einzunähen. Auch dies soll dem Ehepaar Geldsegen bringen.   
Das Brautkleid schneidern
 
„So viele Stiche, so viele Tränen!“, dieser Spruch besagt, dass die Braut ihr Brautkleid nicht selber nähen darf, wenn sie in ihrer Ehe nicht unglücklich werden möchte.   

Böse Geister durch Pfeifen
 
Pfeifen ruft böse Geister hervor, daher darf in dem Zimmer, wo das Brautkleid genäht wird, nicht gepfiffen werden!   

Das Hochzeitsgeschenk
 
Die Braut darf sich am Morgen des Hochzeitstages nicht ungekleidet in den Spiegel schauen. Es soll Unglück bringen, wenn sie sich in den Spiegel schaut und noch nicht komplett angekleidet ist.   

Böse Geister vertreiben
 Ein Brauch besagt, dass die Braut an ihrem Hochzeitstag ihre Unterwäsche verkehrt herum tragen soll, um die bösen Geister zu verwirren und somit zu vertreiben.


Hochzeitsbräuche & Hochzeitstraditionen
V O R   D E M   H O C H Z E I T S T A G
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Letsch 
Früher verlas der Pfarrer an drei aufeinander folgenden Sonntagen die drei vorgeschriebenen Aufrufe zur Eheverkündigung im Hochamt von der Kanzel. Im Anschluss an den ersten Aufruf - der Letsch - kamen die Freunde und Bekannten der Brautleute im Elternhaus der Braut zu einem Umtrunk zusammen. Eine echte Letsch findet daher an einem Sonntag statt, meist drei Wochen vor der Trauung. Der Umtrunk beginnt gegen Mittag und dauert oft bis tief in die Nacht. Zur Letsch wird nicht förmlich eingeladen - wer kommen mag, der kommt. Heute ähnelt die Letsch häufig einem Polterabend, der auf das Poltern verzichtet.  

Polterabend
 
Der Polterabend ist ein sehr alter Brauch, der vermutlich noch aus vorchristlichen Zeiten stammt. Durch das Zerschlagen von Steingut und Porzellan sollen böse Geister vertrieben werden. Keinesfalls darf Glas zerschlagen werden, da es als Unglückssymbol gilt. Die Scherben müssen vom künftigen Brautpaar gemeinsam zusammengekehrt werden. Dies steht als Symbol, des Zusammenhalt, wenn sich das Brautpaar in ihrer Ehe mal in einem „Scherbenhaufen“ befindet. Geladen werden meist enge Verwandte, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn. Traditionell findet der Polterabend am Tag vor der Hochzeit statt. (Da an Polterabend allerdings oft bis in die späten Abendstunden gefeiert wird, ist es ratsam diese Tradition ein paar Tage früher zu veranstalten.)

Kränzen 

In einigen Gegenden ist es üblich, dass die Nachbarn am Abend vor der Hochzeit einen aus Tannenzweigen geformten Kranz über der Hauseingangstür des Brautpaares anbringen. Dabei wird dieser von den Nachbarinnen gefertigt (bzw. gekauft) und mit selbst gefertigten weißen (Papier)-Blumen dekoriert. Das Anbringen des Kranzes ist Aufgabe der männlichen Nachbarn des Brautpaares. Nach dem Anbringen werden die Nachbarn dann durch das Brautpaar zu einem Umtrunk eingeladen.   

Häckselstreuen 

Die Freunde/Verwandten - meist nur die Jüngeren - reisen von der Wohn-/Elternanschrift der zukünftigen Frau zur Wohn-/Elternanschrift des Mannes, wobei eine Spur gelegt wird, die diese beiden Orte miteinander verbindet. Der Weg führt vorbei an (fast) allen Anschriften der nicht verheirateten, ehemaligen Partner(-innen) von Braut und Bräutigam. Bei den Verflossenen wird solange Häcksel (Stroh) gestreut, bis sich der Betroffene durch Herausgabe von Bier und Schluck erkenntlich zeigt. Die Fahrt findet in der Regel ohne das Paar statt, endet aber bei dem Bräutigam. Mit dem restlichen Stroh wird das Haus und der Garten des Paares eingedeckt, anschließend gegrillt, gefeiert und getrunken... Lagerfeuer etc, je nach Örtlichkeit. Dies geschieht dann auch mit dem Paar, bei dem Paar. Benötigt werden ein Traktor, Anhänger, Stroh, Musik, Getränke und das Wissen der Freunde, mit wem das Paar fest zusammen war. Die Ehemaligen werden vorher natürlich informiert, damit sie auch da sind und da sie ja auch Getränke vorhalten müssen und evtl., je nachdem wie das Verhältnis ist, sind sie ja auch später noch gern gesehen. Der Brauch ist in Kritik geraten, nachdem es vereinzelte Unfälle gab, bei denen 1) Personen während der Fahrt vom Hänger fielen oder es 2) zu starken Verschmutzungen der öffentlichen Straßen gekommen ist. Da in der heutigen Zeit der großen Mobilität die Wohnorte der Braut und des Bräutigam oft weit auseinander liegen, hat sich der Brauch nur dort halten können, wo die logistischen Voraussetzungen noch zu finden waren und zwar bei Paaren mit Beziehungen zu landwirtschaftlichen Betrieben.   

Schuhe mit Pfennige bezahlen
 
Früher waren die Leute meist sehr arm und mussten sehr auf ihr Geld achten. Die Eltern der Töchter und die Mädchen selbst fingen ab Schulbeginn damit an, für die Hochzeit Geld zu sparen und Aussteuer an zusammeln. Bezahlte eine Braut ihre Brautschuhe mit Pfennigen, so war das für den zukünftigen Ehemann ein Zeichen für eine sparsame, treue und beständige Ehefrau. Bis heute ist dies eine schöne Tradition, wenn man die Schuhe in Centstücken (eingerollt) bezahlt, symbolisieren die Schuhe sozusagen „Glücksschuhe“ mit welchen man in das „Glück“ schreitet.   

Ehering
 
Möchten Sie eine treue Ehe, sollten Sie niemals einem anderen ihren Ring anstecken lassen. Es heißt, dass es die Untreue beschwört und Unglück über die Ehe bringt. Willigen Sie also nicht ein, wenn ihr Freund sie bittet, mal ihren Ehering anlegen zu dürfen! Dies würde symbolisieren, dass Sie ihre Frau an einen anderen Mann übergeben.  


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